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Fachkräftemangel? Jobwechsel? Mehr Geld?

Viele Führungskräfte in der IT können das Wort nicht mehr hören: Fachkräftemangel.

Es ist momentan eine Lebensaufgabe, neue, gute Kolleginnen und Kollegen dazu zu gewinnen. Oft werden Gehälter gefordert, die sich der klassische Mittelständler einfach nicht mehr leisten kann bzw. durchaus auch nicht möchte wegen bspw. vorhandenen Gehaltsstrukturen. Jedoch geht man oft dennoch den Schritt, da die Arbeitgeber einfach keine Wahl mehr haben.

Mein Vater sagte immer zu mir „Mach das, wo du dich wohl fühlst.. und damit ist nicht nur das Geld gemeint.“

Was ist mir wichtig an meinen Arbeitsplatz?

Top 1: Ganz klar, das Team! Für mich ist es am wichtigsten ein gutes Team zu haben, mit dem man sich versteht, auch gerne mal Blödsinn zusammen machen kann und auf einer Wellenlänge denkt und tickt. Nachdem dies nachweislich die Menschen sind, mit denen man als arbeitender Mensch die meiste Zeit verbringt, ist mir das mit Abstand am wichtigsten.

Top 2: Einfluss bzw. Gefühl etwas bewegen zu können. Noch wichtiger als Geld ist mir persönlich die Flexibilität, Freiheit und auch Selbstständigkeit, mich in Dinge einzuarbeiten, die mich interessieren, ggf. unser Portfolio damit zu erweitern. Jeder, der mal für eine kurze Zeit Konzernluft schnuppern durfte weiß, wie wichtig soetwas ist. Wenn Dinge ein Dreiviertel Jahr auf die lange Bank geschoben werden, ehe eine Entscheidung getroffen wird, hat man irgendwann selbst das Interesse an dem Ganzen verloren.

Top 3: Die Rahmenbedingungen. Geld, Arbeitsplatz, Dienstwagen, Parkplätze auf dem Firmengelände etc. dies kommt für mich verglichen mit den anderen zwei Positionen an dritter Stelle. Es muss meiner Meinung nach soweit passen, dass man am Monatsende nicht jeden Cent zweimal umdrehen muss.. mehr brauch ich aber auch nicht.

Was ich dann beobachtet habe, war sehr interessant. Ich konnte beobachten (vor allem in meinem Umfeld), dass man über den Punkt 3 am Ende gar nicht mehr so oft nachgedacht hat, wenn dieser „passt“ und die anderen zwei vorherig genannten Themen super in Ordnung sind.

„Wo anders gibts immer mehr!“ ist hier ein ganz wichtiger Spruch, der in unserer Branche zu 100% immer zutrifft.

Wenn für andere Leute Top 3 am wichtigsten ist (was ich in unendlich vielen Vorstellungsgesprächen mit potenziellen neuen Kollegen gemerkt habe) dann kann man meiner Meinung nach Top 1 und 2 nicht haben. Das Teamklima kann erst dann passen, wenn einem das Team wichtig ist. Dies kann es nur werden, wenn man länger in einer Firma ist, Vertrauen zueinander aufbaut und sich zwischenmenschlich näher kommt. Einfluss bzw. aktiv mich entfalten kann ich mich nur dann, wenn ich die Prozesse und die Denkweise meines Arbeitgebers kenne und dieser mir vertraut, dass die Richtung, die man für sich selbst oder für sein Team einschlägt die Richtige ist. Daher sind für mich als Vorgesetzter diese genannten Leute trotz des Fachkräftemangels nicht interessant und verzichte am Ende des Tages auch gerne darauf, egal wie fachlich gut sie sind.

Nachdem ich seit 10 Jahren in der selben Firma arbeite, wo ich meine Ausbildung genießen durfte, glaube ich, dass es durchaus möglich ist, glücklich zu sein auch wenn ich sicherlich „wo anders immer mehr verdienen kann.“

Ich habe das beste Team der Welt, kann selbstständig in meinem Aufgabengebiet entscheiden und mich entfalten und die Rahmenbedingungen sind in Ordnung.

Mich würde interessieren wie ihr das seht? Schreibt mir gerne eine Mail an info@cyberse.de und eine kurze Info, ob ich eure Meinung anonym auf meinem Blog veröffentlichen darf.

Vielen Dank!

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